Test 2016: Mehr Sicherheit mit einer Türspionkamera

Bei der Türspionkamera geht es im Vergleich zum herkömmlichen Türspion nicht nur um ein paar Verbesserungen, sondern um eine ganz andere Technik. War es in der Vergangenheit lediglich mehr schlecht als recht möglich, mit dem klassischen Modell ein sehr eingeschränktes Live-Bild zu erhalten, liefert der Digitale Türspion ganz neue Einblicke. 

Unsere Besten im Test

Türspionkamera Intersteel

81,24 € * inkl. MwSt.

Bildschirmgröße
3,4 Zoll

Türstärke
35 – 70 mm

Guckloch
14 – 22 mm

Weitwinkel
110 Grad

* am 8.12.2016 um 0:09 Uhr aktualisiert

Türspionkamera Somikon mit Bewegungserkennung

129,90 € * inkl. MwSt.

Bildschirmgröße
2,8 Zoll

Türstärke
35 – 95 mm

Guckloch
15 – 58 mm

Weitwinkel
100 Grad

Zusatzfunktionen
Bewegungsmelder, Alarmfunktion, Aufnahmefunktion, Klingeltaste

* am 8.12.2016 um 0:09 Uhr aktualisiert

Türspionkamera ToniTec

82,00 € * inkl. MwSt.

Bildschirmgröße
3,5 Zoll

Türstärke
40 – 72 mm

Guckloch
38 – 72 mm

Weitwinkel
110 Grad

* am 8.12.2016 um 0:08 Uhr aktualisiert

Unter diesem Aspekt wollen wir Ihnen nachfolgend die Türspionkameras im Test 2016 untersuchen und deren Qualitäten in den einzelnen Testberichten vorstellen. Jeder sollte anschließend für sich seine Vergleiche zum klassischen Türspion ziehen und seine Maßstäbe gegebenenfalls neu setzen, um die richtige Entscheidung für mehr Sicherheit zu treffen.  Nutzen Sie also die Informationen unseres Türspionkamera-Test 2016, um sich mit einem zeitgemäßen und obendrein preisgünstigen Sicherheitsprodukt zu schützen.

 

Die besten Türspionkameras

BILD PRODUKT BEWERTUNG BESCHREIBUNG PREIS ANGEBOT
1 Türspionkamera Somikon Bewegungserkennung Türspionkamera Somikon mit Bewegungserkennung
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7 Türspionkamera Somikon Türspionkamera Somikon Basismodell
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Türspionkamera ersetzt den klassischen Türspion

Carola Neumann, Als Produktberaterin immer für Sie da!Es gibt Dinge, die so viele Verbesserungen mit sich bringen, daß man einfach nicht an ihnen vorbeikommt wie zum Beispiel an einer Türspionkamera. Dazu gehören ganz sicher die Geräte, die wir hier nachfolgend vorstellen wollen. Digitale Türspione gibt es seit einigen Jahren auf dem Markt und ersetzen zunehmend die alten herkömmlichen Türspione, die einfach nicht mehr zeitgemäß sind und nicht ansatzweise das leisten kann, was eine moderne Türspionkamera vermag. Diese ersetzt den normalen optischen Türspion durch eine Kamera, die mit einem Monitor verbunden wird.

Allein schon durch diese Bauart unterscheidet sich diese moderne Technik deutlich vom herkömmlichen Türspion, der bekanntlich nur über eine Optik verfügt. Anstatt eines sehr kleinen Bildausschnittes, den ein normaler Türspion liefert, kann man jedoch auf dem Monitor der Türspionkamera im Großformat genau kontrollieren, wer vor der Tür steht. Ein entscheidender Vorteil für alle Benutzer eines solchen Gerätes. Vor allem aber für Kinder und ältere Bewohner ist ein Digitaler Türspion ein sehr großer Sicherheits-Fortschritt.

 

Vorteil eines Weitwinkelbildes

ABUS Türspionkamera

Digitaler Türspion von ABUS

Viele Türspionkameras bieten zudem ein Weitwinkelbild, mit dem man tatsächlich den gesamten Türaußenbereich kontrollieren kann, was mit einem herkömmlichen rein optischen Türspion kaum möglich ist. Weitere Vorteile der Bauart Digitaler Türspione: Der Monitor der Türspionkamera muß nicht zwangsläufig hoch oben an der Tür befestigt werden, sondern kann so platziert werden, wie es für den Benutzer am bequemsten ist.

Auch ist eine Befestigung etwas weiter von der Tür entfernt eine Möglichkeit, um den Eingangsbereich vom möglicherweise ungebetenen Besucher völlig unbemerkt kontrollieren zu können. Es kommt dabei nur auf die Länge des Verbindungskabels an. Und dann gibt es noch bei manchen Geräten Zusatzfunktionen wie ein Bewegungsmelder, Alarmmodus, automatische Aufnahmefunktion und Nachtsichtfunktion. Im direkten Vergleich muß hier der herkömmliche Türspion des letzten Jahrhunderts passen, denn alles das kann er nicht bieten.

 

Türspionkamera oder klassischer Türspion?

Es ist zwar nicht immer alles besser, was „neu“ ist, aber bei unserer Betrachtung stellt sich die Frage eher nicht, da der herkömmliche Türspion einfach so viele Dinge nicht kann, da ihm bis auf die Optik jegliche Technik fehlt. Die Frage, ob man mit einer Türspionkamera besser sehen kann als mit dem klassischen Türspion, kann ebenfalls eindeutig mit einem großen Ja beantwortet werden. Die modernen Geräte liefern ganz neue Einblicke, wie sie sonst nicht möglich wären. Die Türspionkamera liefert jederzeit Bilder, die deutlich zeigen, wie viele Personen wo vor der Tür stehen. So fällt die Entscheidung viel leichter, ob die Haus- bzw. Wohnungstür gefahrlos geöffnet werden kann oder eben besser geschlossen bleibt. Dieser Zugewinn an Sicherheit ist zudem auch noch vergleichsweise günstig zu haben. Was will man mehr?

 

Türspionkamera ist für jeden geeignet

Anna Heidenreich, ProdukttesterinKeine Frage, vom Sicherheitsaspekt her besehen ist eine Türspionkamera ausnahmslos für jeden ein Zugewinn und daher empfehlenswert. Man sieht nicht mehr nur schlecht als recht durch ein enges Guckloch wie beim klassischen Türspion, sondern man hat das Geschehen im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Schirm und damit den Bereich vor der Tür unter Kontrolle. Sehr viel mehr ist kaum noch möglich, allenfalls ist das Ganze durch Zusatzfunktionen beim Digitalen Türspion noch etwas optimierbar.

 

Das Bild wird auf die jeweilige Sichtebene geholt

Neben dem Mehrwert an Sicherheit bietet die Türspionkamera darüber hinaus einen ganz anderen Bedienungskomfort. Besonders Personen mit einer Sehschwäche oder körperlichen Einschränkungen, die sonst nur schlecht mit einem klassischen Türspion etwas erkennen können, werden nun gut bedient. Bereits 3,5 Zoll ist eine sehr gute Displaygröße, die alle Details gut darstellt.

Der Monitor selbst kommt genau dorthin, wohin man ihn haben will. Denn das ist nur eine Frage der Länge des Verbindungskabels zwischen der Optik und dem Monitor. Dieser kann sich in der Regel auf Wunsch in einem anderen Raum befinden. Auch muß sich der Monitor ebenfalls nicht zwangsläufig in 1,70 Meter Höhe an der Wohnungstür befinden. Er kann, wenn er an der Tür befestigt werden soll, dort platziert werden, wohin man ihn haben möchte.

Somikon Türspionkamera Innenansicht

Innenansicht einer montierten Somikon PX-3697–919

Rollstuhlfahrer zum Beispiel hatten bisher besonders große Probleme mit klassischen Türspionen, da sich diese auf einer anderen Sichtebene befanden. Durch die Möglichkeit der Anbringung des Monitors auf die geeignete Höhe bzw. im gewünschten Bereich wächst hier deutlich der Komfort, der zugleich ein Mehr an Sicherheit bedeutet.

Aber nicht nur Rollstuhlfahrer wissen die Fortschritte der Sicherheitstechnik in Form des Digitalen Türspions zu schätzen. Auch Senioren erhalten das Gefühl der Sicherheit zurück. Zumal die Bedienung der modernen und komfortablen Geräte obendrein denkbar einfach ist. Viele Anwender schätzen daher nicht ohne Grund Modelle, die über nur eine Taste bedient werden können. Hier muß niemand Angst haben, mit Technik überfordert zu werden.

Was für das Vorgenannte gilt, gilt natürlich auch ganz besonders für Kinder. Sie sind in der Regel nicht groß genug, um mit dem Auge an den klassischen Türspion heran zu reichen. Bei der Türspionkamera ist das ganz anders. Ein geradezu typisches Anwendungsgebiet: Kinder können den Monitor jederzeit bequem beobachten und bedienen, da er sich an der Stelle anbringen läßt, wo er benötigt wird.

 

Bedienungskomfort und Sicherheit

Der Digitale Türspion überläßt jedem die Freiheit, den Monitor so zu montieren, daß er optimal zu den Anwendungsbedürfnissen jedes einzelnen paßt. Insofern ist das Gerät auch ganz unabhängig von etwaigen körperlichen Einschränkungen der Anwender in jedem Fall die optimale Lösung, wenn es um den Bedienungskomfort und damit auch um die größtmögliche Sicherheit im Türbereich geht.

Eine Türspionkamera kann dem Benutzer sicher nicht die Entscheidung abnehmen, ob und wem nach der Sichtkontrolle die Tür geöffnet werden soll und wem nicht. Aber sie ist das beste Mittel, um überhaupt jemanden erkennen und gegebenenfalls identifizieren zu können. Sie bildet tatsächlich ein reales Bild vom Geschehen ab und gibt damit objektive Informationen, die eine richtige Entscheidung erst ermöglichen.

 

Die Gefahr erkennen mit einer Türspionkamera

Somikon Türspionkamera Aussenansicht

Außenansicht einer einsatzbereiten Somikon PX-3697–919

Eine Türspionkamera vermittelt Sicherheit. Gerade für Senioren kann das im Ernstfall eine Menge Schaden abwenden. Denn man darf sich hier nichts vormachen, Senioren sind besonders von Betrügereien an der Haustür, Trickdiebstahl aus Wohnungen, Taschendiebstahl, Handtaschenraub und Raubdelikten aus Wohnungen betroffen. Sie sind eine Hauptzielgruppe, und die Haustür bzw. Wohnungstür wird von Kriminellen ganz bewußt aufgesucht.

Haben diese erst einmal die Gutgläubigkeit älterer Menschen ausnutzen und sich Zutritt verschaffen können, ist der Rest meist nur noch ein leichtes Spiel. Denn in der Regel sind in der Wohnung weder Zeugen noch andere Personen zu erwarten, die die eigenen Pläne durchkreuzen könnten.

Der verursachte finanzielle und ideelle Schaden ist oftmals nicht wieder auszugleichen, weil Senioren häufig Erspartes, auch größere Summen, wertvollen Schmuck in der Wohnung aufbewahren, sind sie für Kriminelle besonders interessant. Sind Kriminelle erst einmal in der Wohnung, haben sie schon gewonnen und können den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen. Wenn man jemanden nicht wirklich kennt, sollte man ihn deshalb auf gar keinen Fall in die Wohnung lassen. Hier würde eine Türspionkamera sehr hilfreich sein.

 

Die Türspionkamera bringt Klarheit

Hier kann man ansetzen, nämlich den Zutritt mit Hilfe einer Türspionkamera gar nicht erst zuzulassen, die Tür nicht zu öffnen. Die Türspionkamera bringt Klarheit darüber, was im Türaußenbereich vor sich geht und hilft somit bei der richtigen Entscheidung.

Genau hier zeigen sich die Vorzüge der Haustür-Kamera: Bei herkömmlichen Türspionen kann von außen nach innen gesehen werden, d.h. der Kriminelle weiß genau ob jemand zu Hause ist oder nicht. Bei der Haustür-Kamera ist das nicht möglich, denn es gibt keine optische Verbindung zwischen Kamera und Monitor, da beide nur mit einem Kabel verbunden sind.

Besonders gut geeignet für Senioren sind zudem Geräte mit Gegensprechfunktion. In Kombination mit der guten Ablesbarkeit des Monitors werden bei klarem Verstand und genügend Distanz bei verschlossener Tür gewiß keine voreiligen Entscheidungen getroffen.

 

Carola Neumann

 

Die vielen Vorteile einer Türspionkamera:

  • Der digitale Türspion bietet vor allem den Vorteil, daß man sich nicht mehr anstrengen muß, um überhaupt nach außen sehen zu können, sondern man kann vielmehr den Monitor, der das Bild vom Außenbereich im Großformat liefert, so anbringen, daß es für den Nutzer am bequemsten ist.
  • Bei Türspionkameras mit WLan-Funktion müssen Kamera und Monitor nicht über ein Kabel verbunden sein. Der Monitor muß daher nicht zwangsläufig in direkter Türnähe angebracht werden, sondern kann sich zum Beispiel auch in einem anderen Raum befinden, wie es für den Nutzer am bequemsten ist.
  • Die Möglichkeit, die Türspionkamera etwas entfernt von der Wohnungstür zu platzieren ist allerdings auch gegeben, wenn die Türspionkamera über ein ausreichend langes Kabel verbunden werden. So kann mit genügend Abstand zur Tür unbemerkt der Eingangsbereich kontrolliert werden.
  • Die Türspionkamera liefert ein gutes und detailiertes Bild bei einem durchschnittlichen Betrachtungswinkel zwischen 100 und 120 Grad. Damit kann ein sehr großer Bereich vor der Wohnungstür mit der Haustür-Kamera kontrolliert werden.
  • Durch das Objektiv der Digitalen Türspions fällt kein Licht aus der Wohnung ins Treppenhaus. So kann man von außen nicht erkennen, ob jemand zu Hause ist. Potenziell Kriminelle werden damit bei ihrer Lagebeurteilung im Unklaren gelassen.
  • Bei Türspionkameras mit Nachtsichtmodus registrieren die Sensoren der Kamera die Umgebungshelligkeit und passen sie der Lichtempfindlichkeit an, so daß man auch bei schlechten Lichtverhältnissen erkennen kann, was vor der Tür geschieht.
  • Einige Türspionkameras besitzen einen Bewegungsmelder, der automatisch den Monitor aktiviert, sobald sich jemand im Kamerabereich befindet. Wiederum andere starten automatisch eine Videoaufzeichnung, sobald der Bewegungsmelder ausgelöst wird.
  • Geräte von Somikon besitzen einen Alarmmodus, der eine Videoaufzeichnung startet, sobald jemand eine vorher vom Nutzer bestimmte Zeit vor der Tür verweilt. Wenn dieser Alarmmodus aktiviert wird, startet die Aufzeichnung, die auch in Abwesenheit der Bewohner dokumentiert, wer sich vor der Haustür aufhielt.
  • Einige Türspionkameras besitzen eine eingebaute Klingel. Sobald ein Besucher diese betätigt, aktiviert sich der Monitor und läßt einen lauten Gong ertönen.

 

Einige wenige Türspionkameras sind auch für den Außenbereich geeignet

Einige wenige Türspionkameras sind auch für den Außenbereich geeignet

 

Nützliche Zusatzfunktionen von Türspionkameras

Bewegungserkennung und Alarmmodus

Es gibt Türspionkameras mit Bewegungsmelder bzw. Bewegungserkennung. Im sogenannten Torwächter-Modus registriert eine digitale Türspionkamera mit Bewegungssensor jede Aktivität vor der Tür. In diesem Fall wird der Monitor automatisch aktiviert, was sehr praktisch ist, weil man es nicht manuell tun muß. Zudem wird durch den Bewegungsmelder der Alarmmodus ausgelöst, der ein Foto schießt oder eine Videoaufzeichnung startet.

 

Aufnahmefunktion

Zwar zeichnen nicht alle Türspionkameras das Geschehen im Haustürbereich auf, die meisten Modelle liefern in der Regel bei Knopfdruck lediglich ein Live-Bild auf dem Monitor. Doch hier zeigt sich, was alles technisch möglich ist im Vergleich zum herkömmlichen Türspion, der nur eine Funktion hat, nämlich hindurch sehen.

Aber es gibt natürlich auch Geräte mit Aufnahmefunktion, bei denen man sogar festlegen kann, wann und in welchen Fällen Bilder oder Videos aufgezeichnet werden sollen. Bei diesen Türspionkameras kann man wählen, was nach Auslösung des Bewegungsmelders geschehen soll. Also ob dabei fotografiert oder ein Video aufgezeichnet werden soll.

Die Vorteile liegen bei solchen Möglichkeiten auf der Hand: Die Türspionkamera mit Aufzeichnungsfunktion speichert nach Auslösung des Bewegungssensors das Geschehen auf MicroSD ab. Später kann man alles am Computer auslesen und archivieren. Somit ist exakt nachzuweisen, wer sich wann in Abwesenheit der Bewohner im Türbereich aufhielt und gegebenenfalls zu schaffen machte. Das verhindert letztlich zwar keine Straftaten, erleichtert aber bzw. ermöglicht u.U. immerhin deren Aufklärung.

 

Nachtsichtfunktion

Türspionkameras mit Nachtsichtfunktion messen in der Regel lediglich mit ihren Sensoren die Umgebungshelligkeit und passen diese entsprechend ihrer Lichtempfindlichkeit an. So ist es noch bei schwachem Restlicht möglich festzustellen, ob sich jemand im Türaußenbereich befindet. In kompletter Dunkelheit stoßen Geräte mit Nachtsichtfunktion, also mit Restlichtverstärkung, jedoch an ihre Grenze. Allerdings gibt es tatsächlich auch eine Türspionkamera, die über eine echte Nachtsichtfunktion verfügt. Selbst in absoluter Dunkelheit liefert der Infrarotmodus ein brauchbares und detailgetreues Schwarz-Weiß-Bild der Umgebung.

Niemand wird nach dessen Empfang Personen in die Wohnung lassen, die nicht zur Familie oder zum engsten Freundeskreis gehören. Schon gar nicht, wenn Personen im Schutze der Dunkelheit versuchen, sich einem Sichtkontakt zu entziehen. Und genau das ist Sinn der Sache: die Gefahr, die heute oft vor der Wohnungstür lauert, draußen zu lassen. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt! In dieser Hinsicht sind Türspionkameras mit solchen Zusatzfunktionen wie einer Nachtsichtfähigkeit ein absoluter Zugewinn an Sicherheit.

 

 

Montage: Kinderleicht und in wenigen Minuten

Es ist kein leeres Gerede, wenn behauptet wird, daß sich vor der Montage und Installation einer Türspionkamera nun wirklich niemand zu fürchten braucht. Denn in der Regel erfolgt hier alles nach simplen Muster: Der alte Türspion muß lediglich herausgedreht werden, um danach die Türspionkamera in derselben Bohrung zu befestigen. Nur wenn noch kein Türspion vorhanden war, muß als zusätzlicher Arbeitsschritt ein passendes Loch gebohrt werden. Aber auch das sollte für niemanden eine Hürde darstellen.

Gehen wir nun einmal davon aus, daß nur der alte Türspion gegen eine moderne Türspionkamera ausgetauscht werden muß, so benötigt man weder Fachwissen noch ein besonderes Werkzeug, denn das ist in der Regel in jedem Haushalt vorhanden. Ein flaches Hebelwerkzeug und eventuell ein Stoßwerkzeug, das in etwa den Durchmesser des Spiongewindes hat.

Nun wird die alte Spionabdeckung entfernt und versucht, den Spion heraus zu ziehen oder heraus zu drücken. Sollte es hier einen Widerstand geben, vorsichtig mit einem Hammer auf das Stoßwerkzeug klopfen, um den alten Spion zu entfernen.

Wichtig ist übrigens: Falls nur ein Austausch alt gegen neu stattfindet, braucht dazu der Vermieter nicht einmal um Erlaubnis gebeten zu werden. Falls sich um eine Erstinstallation handelt, sich also noch keine Bohrung in der Tür befindet, sollte man das natürlich tun, um Ärger zu vermeiden.

 

 

Nachdem nun der alte Türspion entfernt bzw. ein passendes Loch gebohrt wurde, wird von außen das Kabel der Türspionkamera durch die Bohrung geschoben und die Optik der Kamera hinterher, so daß die Linse das Bohrloch entsprechend abdeckt.

Das alles funktioniert nach Standard, denn praktisch alle Türspionkameras bestehen aus immer denselben zwei Einheiten, nämlich der eigentlichen Kamera mit Zylindergewinde und dem Gegenstück. An diesem Gegenstück wird der Monitor bzw. das Display befestigt. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, daß das Verbindungskabel nicht abgeklemmt und geknickt wird, da sonst keine ordentliche Bildübertragung erfolgen kann.

Nachdem der Monitor angeschlossen, Batterien eingelegt wurden sowie das Verschrauben des Monitors erledigt ist, ist die Türspionkamera auch schon einsatzbereit.

Generell sind die allermeisten Türspionkameras für Wohnungseingangstüren konzipiert, also für den Innenbereich. Das gilt für alle Basismodelle. Nur wenige Geräte wie die Somikon PX-3697-919 sind auch für die Haustür, also den Außenbereich, geeignet. Um hier zu funktionieren, muß eine Dichtigkeit gegen Schlagregen und eine Unempfindlichkeit bei großen Temperaturschwankungen gegeben sein.

 

Tatort Wohnungstür: Effektiver Schutz ist möglich!

Jenny VoigtEffektiver Schutz gegen Einbruch bzw. Aufbruch der Wohnungstür ist durchaus machbar. Aber dieser Schutz ist keineswegs billig zu haben, ganz gleich ob eine einbruchhemmende Wohnungstür angeschafft werden soll, oder ob man als Mieter eine vorhandene Tür sicherheitstechnisch aufrüsten will. Auch das kostet nicht wenig, wenn man alles richtig machen will. Denn die besten Sicherheitsmaßnahmen nützen nichts, wenn die entsprechende Sicherheitstechnik falsch eingebaut wird.

Wie kann man sich also effektiv gegen Einbruch schützen? Die kostengünstigste Maßnahme ist natürlich, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Eindringlinge und Einbrecher an der Wohnungstür scheuen das Risiko und suchen leichte Beute. Die geringsten Anzeichen auf das Vorhandensein wirksamer Sicherheitstechnik, zu der natürlich auch die Türspionkamera gehört, und demonstrative Aufmerksamkeit der Bewohner schrecken schon die allermeisten Ganoven ab und lassen sie zum nächsten Opfer weiter ziehen.

Von den anderen geben die meisten ihr Vorhaben eines gewaltsamen Eindringens spätestens dann auf, wenn sie nicht innerhalb der ersten fünf Minuten in die Wohnung eindringen können. Diese fünf Minuten sollte mit Hilfe von Sicherheitstechnik die Wohnungstür standhalten können, dann ist der Angriff meist folgenlos zu Ende gegangen.

In diesem Sinne stellt sich für Mieter die aktuelle Lage für den Einbau von Sicherheitstechnik so dar: Der Vermieter ist rechtlich dazu erst einmal gar nicht verpflichtet. Er muß nur dafür sorgen, daß Eingangs- und Wohnungstüren verschließbar sind, das ist so weit erst einmal alles. Will sich der Wohnungsinhaber damit nicht abfinden, und wünscht dieser sich höhere Sicherheitsstandards, um Eigentum und Gesundheit zu schützen, so muß er selbst die Kosten für zusätzliche Sicherungen tragen. Und diese zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen muß man sich vom Wohnungseigentümer in schriftlicher Form genehmigen lassen, soweit durch sie Veränderungen der Bausubstanz vorgenommen werden.

Einbruch durch die WohnungstürAuch eine Türspionkamera, ein normaler Türspion und zum Beispiel auch ein Querriegelschloss greifen in die Bausubstanz ein, wenn sie erstmalig montiert werden. Ein neues Schloss und ein Schließblech, die modernen Sicherheitsanforderungen entsprechen sind hiervon jedoch ausgenommen. Sie dürfen auch ohne besondere Erlaubnis eingebaut werden.

Für den Mieter einer Wohnung dürfte übrigens noch sehr interessant sein, daß wenn es bereits zu einem Einbruch bzw. Einbruchversuch gekommen ist und künftige Einbrüche wahrscheinlich sind, er vom Vermieter den Einbau einer Sicherheitstür auf dessen Kosten verlangen kann.

 

Einbruchhemmende Wohnungstür

Der Berufskriminelle, der von Einbruch und Diebstahl lebt, kennt natürlich die Schwachstellen von Wohnungstüren, von denen viele noch quasi aus besserer Pappe sind bzw. keinerlei einbruchhemmende Merkmale aufweisen. Da reicht oft ein kräftiger Tritt gegen das Schließblech oder ein kurzzeitiges Hebeln im Bandbereich, und die Tür ist schon offen.

Die besten Schlösser und Riegel nützen dementsprechend nichts, wenn die Wohnungstür der allerbilligste Schrott ist, der immer noch häufig bei Mietwohnungen verbaut ist. Soweit das möglich ist, sollte heutzutage die Wohnung natürlich immer mit einer einbruchhemmenden Wohnungstür ausgestattet sein. Die hat, wie schon gesagt, ihren Preis, bietet aber im Zusammenspiel mit weiteren Sicherungsmaßnahmen den bestmöglichen Schutz.

Grundsätzlich können auch bessere Türen immer mit Sicherheitstechnik nachgerüstet werden. Das Problem ist hier jedoch, daß die meisten einbruchhemmenden Elemente zum Nachrüsten nur einen Sinn ergeben, wenn sie von Innen aktiviert werden, also wenn man sich selbst in der Wohnung befindet und diese Maßnahmen vornimmt. Man sollte aber bedenken, daß die meisten Einbrüche in Abwesenheit der Bewohner stattfinden. Deshalb ist selbstverständlich der Einbau einer modernen Sicherheitstür die allerbeste Maßnahme. Die kann aber je nach Ausführung schon einmal um die 1.500 Euro oder mehr kosten.

Die Tür gibt immer an der schwächsten Stelle nach. Eine gute Einbruchsicherung verstärkt dementsprechend diese Schwachstellen.

 

Grundsicherung

Eine Grundsicherung der Wohnungstür sollte immer vorgenommen werden. Der Einbau einer Türspionkamera ist dabei im Grunde Pflicht, um ungebetenen Besuch gar nicht erst einzulassen. Ist der Wohnungsinhaber freilich nicht zu Hause, sind andere Maßnahmen vonnöten. Eine Grundsicherung der Schließzylinder nach den Standards der Angriffsklassen 1 oder 2 mit Bohr- und Ziehschutz sind hier ebenfalls Pflicht als Erstmaßnahme zur Sicherung des Eigentums sowie eine Bandseitensicherung, die ein einfaches und leichtes Aushebeln der Tür verhindert.

 

Türkette

Die Türkette dient dem Schutz der Anwesenden. Damit Kriminelle ihr Opfer nicht nach dem Öffnen der Tür sofort überwältigen bzw. wegdrängen können. Dafür stellt eine Türkette einen passablen Schutz dar. Aus gehärtetem Stahl wehrt sie das unbefugte und unautorisierte Eindringen des ungebetenen Besuches ab.
Die Türkette gibt dem Wohnungsinhaber zunächst die Möglichkeit, einen kleinen Spalt zu öffnen, bevor Zutritt gewährt wird, oder eben nicht. Man gewinnt Zeit und Entscheidungsfreiheit.

Gute Türketten gibt es in vielen Varianten. Somit kann fast jede Eingangstür zum Schutz und für mehr Sicherheit nachgerüstet werden. Entscheidend ist aber auch hier, daß die Türkette richtig verankert montiert wird, denn ansonsten läßt sie sich durchaus leicht mit ein klein wenig Gewalt überwinden.

 

Tür-Zusatzschloss

Zusatzschlösser mit integriertem Sperrbügel, sind eine weitere sehr sinnvolle Maßnahme. Wie bei der Türkette kann die Tür lediglich einen Spalt geöffnet werden, solange der Sperrbügel nicht entriegelt wird. Von ABUS ist das Zusatzschloss ABUS 7030, das zusätzliche Sicherheit bietet. Bei richtiger Montage ist solch ein Zusatzschloss der einfachen Kette natürlich vorzuziehen.

 

Panzerriegel

Eine Alternative zum Komplettaustausch der Wohnungstür ist ein Querriegelschloss. Dieser Panzerriegel ist eine sehr gute zusätzliche mechanische Maßnahme, die mehr Sicherheit bietet. Der Panzerriegel geht über die ganze Breite der Tür vom Schloss bis zu den Bändern und leistet so optimalen Widerstand, wenn es darauf ankommt.

Vor allem die Firma ABUS bietet hier hervorragende Produkte an, die effektiv gegen Einbruchversuche schützen. Der Panzerriegel ABUS PR2700 kann übrigens sowohl von innen als auch von außen mit einem Schlüssel bedient werden. Er sichert also das Heim auch dann, wenn man selbst nicht zu Hause ist. Bei der Stiftung Warentest landete dieser Panzerriegel bei den bewerteten Produkten erst kürzlich auf Platz Eins (test, 2/2016).

 

Der Bewegungsmelder einer Türspionkamera

 

Welche Arten von Bewegungsmeldern gibt es?

Carola NeumannEs gibt grundsätzlich drei Arten von Bewegungsmeldern. Da wäre zunächst der Infrarot-Bewegungsmelder (Wärmestrahlung), dann der Ultraschall-Bewegungsmelder (hochfrequente Schallwellen) und schließlich der Radar-Bewegungsmelder (Mikrowellen). Zudem unterscheidet man noch zwischen passiven und aktiven Bewegungsmeldern. Passive Infrarot-Bewegungsmelder nehmen zum Beispiel mit ihren Sensoren fremde Infrarotstrahlung auf und reagieren auf diese. Aktive Ultraschall-Bewegungsmelder senden zum Beispiel Ultraschallwellen aus, um das Echo wieder aufzunehmen. Für den Einsatz in einer Türspionkamera kommt eigentlich nur Passive Infrarot-Bewegungsmelder in Frage. In den Geräten mit Zusatzfunktionen, die der Markt anbietet, sind auch nur solche verbaut. Die anderen Typen ergeben auch nicht wirklich einen Sinn.

Auch im allgemeinen Gebrauch werden am häufigsten in der Praxis Passive-Infrarot-Bewegungsmelder verwendet, denn sie sind in der Anwendung relativ genau, dazu sicher und preisgünstig. Bei Geräten, die mit dieser Technik arbeiten, wird der Meldebefehl übrigens per Draht oder Funk weitergegeben.

 

Wie funktioniert ein Bewegungsmelder?

Wenn Türspionkameras mit Bewegungsmeldern ausgestattet sind, dann auch mit den passiven Infrarotsensoren (PIR). Diese reagieren auf Wärmestrahlung sich bewegender Objekte, etwa von Personen, die in den Überwachungsbereich des Infrarotsensors gelangen. Da die Infrarotsensoren durch die Fokussierung der Infrarotstrahlung mit optischen Linsen nur einen begrenzten Überwachungswinkel abdecken können, werden übrigens für eine größere Erfassung immer mehrere Infrarotsensoren eingesetzt.

Im Infrarotsensor sind zwei Folien mit Lithium-Tantalat verbaut, deren Oberfläche unterschiedliche elektrische Ladungen enthält. Trifft Wärmestrahlung eines bestimmten Frequenzbereichs darauf, wird deren Polarisation verschoben und somit eine von der normalen elektrischen Ladung abweichende elektrische Spannung erzeugt. Diese wird über Elektroden auf den Folien abgegriffen und über die nachfolgende Verstärkerelektronik ausgewertet wird, so daß die gewünschte Reaktion erzeugt werden kann.

Das heißt, es wird auf die Wellenlänge zum Beispiel der menschlichen Körpertemperatur reagiert. Aus dem Spektrum des Sensors, der Wellenlängen zwischen 1 µm und 20 µm erfaßt, wird der Wellenlängenbereich der menschlichen Strahlung herausgefiltert, der sich bei etwa 10 µm bewegt. Wird also eine Veränderung registriert, wandelt der Bewegungsmelder sie in eine Schaltreaktion um, durch die zum Beispiel ein Alarm ausgelöst wird, oder die Aufnahmefunktion einer Türspionkamera usw.

Im Prinzip ist der Sensor also nichts anderes als ein elektrischer Schalter. Die Leistungsaufnahme eines PIR-Bewegungsmelders für den Betrieb des Sensors liegt übrigens zwischen 0,5 und 8 Watt. Das heißt, ob nun etwas eingeschaltet wird oder nicht, es wird ständig Energie verbraucht, weshalb Türspionkameras, die mit dieser Technik arbeiten, auch immer eingeschaltet sein müssen und daher permanent Energie verbrauchen.

 

Einsatzmöglichkeiten für Bewegungsmelder

Bewegungsmelder kommen in vielen verschiedenen Geräten zum Einsatz. Die häufigste Anwendung ist der Passive-Infrarot-Bewegungsmelder, der in Lampen dafür sorgt, daß sich diese bei Annäherung einschalten. Neben dieser Anwendung dienen Infrarotsensoren vor allem zur Überwachung von Gebäuden und Plätzen. Die Sensoren werden dazu mit einem Alarmsystem, also Alarmanlagen verbunden, das gegebenenfalls eine Sicherheitswarnung ausgibt. Eine weitere Einsatzmöglichkeit zur Kontrolle besteht, wie wir schon wissen, in der Kombination einer Überwachungskamera oder Türspionkamera mit einem Bewegungsmelder. Bei dieser Anwendung wird der Melder mit der Funktion des Aufzeichnungsgerätes verbunden, so daß auch bei Abwesenheit der zu überwachende Raum beobachtet und das Geschehen aufgezeichnet werden kann, um es später auszuwerten.

 

Sind Türspionkameras legal?

Paragraph TürspionkameraGrundsätzlich sind natürlich alle käuflich zu erwerbenden Türspionkameras zunächst einmal legal. Allerdings gibt es bei deren Einbau und Betrieb einiges zu beachten, da hier die rechtlichen Bestimmungen des Datenschutzes mit ins Spiel kommen. Einfache Türspionkameras, die lediglich ein Live-Bild zeigen und nicht über eine Aufzeichnungsfunktion verfügen, sind nach den rechtlichen Bestimmungen des Datenschutzes unbedenklich, wenn sie etwa nach einem Klingeln aktiviert werden.

Etwas anders sieht es bei den höherwertigen Türspionkameras mit entsprechenden Zusatzfunktionen wie einer Aufnahmefunktion aus, denn grundsätzlich darf man andere Personen im öffentlichen Raum nicht überwachen und diese Überwachung aufzeichnen. Dazu bedarf es deren Einverständnis. Fehlt dieses, kann es in einem Land, in dem der Datenschutz möglicherweise höher bewertet wird als die Sicherheit unbescholtener Bürger, den Nutzer in Schwierigkeiten bringen. Sollte nämlich irgendwer herausfinden, daß eine Türspionkamera das Geschehen vor der Wohnungstür aufzeichnet, ohne daß dies ausdrücklich genehmigt und ohne daß er damit ebenfalls einverstanden ist, so müßte diese wieder entfernt werden.

Man könnte nun möglicherweise auf den Gedanken kommen, das ignorieren zu können, solange niemand weiß, daß es sich bei dem eingebauten Modell in der Wohnungstür um eine Türspionkamera mit Aufzeichnungsfunktion handelt. Denn zumeist wäre das ohnehin von außen nicht zu erkennen. Der Bürger wird gewiß richtig entscheiden, wenn er zwischen seinem legitimen Sicherheitsbedürfnis und dem Datenschutz für irgendwen wählen muß, der es möglicherweise auf ihn und sein Eigentum abgesehen hat. Diese Entscheidung muß aber jeder für sich selbst treffen.

Rein rechtlich sieht das Ganze zunächst einmal so aus: Wenn die Türspionkamera sämtliche Personen, die auch zufällig an der Wohnungstür vorbeigehen, automatisch aufzeichnet, so ist das unzulässig. Denn dann würde es sich um eine pauschale und verdachtsunabhängige Videoüberwachung handeln. Das regelmäßige Erfassen des Eingangsbereichs eines Nachbarn, also zum Beispiel der gegenüber liegenden Wohnungstür ist durch eine Videoüberwachung ebenfalls nicht erlaubt, da dies eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts und des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung darstellen würde.

Wenn der Nachbar und die anderen Mieter des Hause dies jedoch ausdrücklich schriftlich erlauben, wäre das natürlich anders. Und möglicherweise könnte man den anderen auch den Einbau einer Türspionkamera schmackhaft machen. Es geht bei einem gemeinsamen Treppenhaus und dessen Nutzung schließlich auch um deren Sicherheit.

Eine Überwachung mit Aufzeichnung etwa durch eine Türspionkamera ist nicht grundsätzlich unzulässig, wenn nur derjenige gefilmt würde, der die Klingel bedient. Zulässig ist demnach laut BGH-Urteil vom 8.4.2011 – Az. V ZR 210/10 eine Türspionkamera, die nur dann eingeschaltet wird, wenn die Klingel betätigt wird. Dem Mieter wird ausdrücklich das Recht zugesprochen, sich über klingelnde Personen zu informieren. Dabei sollte die Kamera so eingestellt sein, daß möglichst wenig öffentlich zugängliche Bereiche erfaßt werden, und vor allem nur die klingelnde Person gezeigt wird. Das wäre bei den aktuellen Modellen ohnehin der Fall.

Noch etwas anders sieht die Angelegenheit für Hauseigentümer aus, wenn Personen deren Grundstücke betreten, um an der Haustür zu klingeln oder sich sonstwie im Eingangsbereich zu schaffen machen. Hier ist die Überwachung durch eine Türspionkamera zulässig, wenn sie zur Wahrnehmung des Hausrechts erforderlich ist und keine öffentlichen Bereiche dabei gefilmt werden. Ein ganz kleines Hinweisschild mit einem Symbol für Videoüberwachung am Grundstückszugang dürfte dann ausreichen, um die gesetzlichen Bestimmungen zu erfüllen.